Holzenergie
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Holzenergie-Fachverband
Baden-Württemberg e.V.
Baden-Württemberg e.V.
Smaragdweg 6
70174 Stuttgart
Tel: (07 11) 22 55 80-60
Fax: (07 11) 22 55 80-66
E-Mail: info@holzenergie-bw.de
Europäische Holzenergiestrasse
Ettenheim
Die Stadt Ettenheim
Höhe: 180 m
Einwohner: 11.800
Wald: 2.127 ha auf der Gemarkung (Gemeindefläche), 1.190 ha Stadtwald
Einwohner: 11.800
Wald: 2.127 ha auf der Gemarkung (Gemeindefläche), 1.190 ha Stadtwald
Beschreibung der Heizzentrale
Die Fernwärme Ettenheim GmbH (FWE) wurde 1999 von den drei Gesellschaftern Stadt Ettenheim, Schulstiftung der Erzdiözese Freiburg und ratio energie GmbH Lörrach gegründet. Gemeinsames Handeln und Verantwortung gegenüber Mensch und Umwelt sind der Grundgedanke der FWE. Die Betriebs- und Geschäftsführung wird durch die ratio energie GmbH ausgeführt. Der Wärmebedarf wird im Endausbau zu 77% durch Holz, zu 21% mit Gas und zu 2% mit Heizöl gedeckt. Das Heizkraftwerk ist in der ehemaligen Heizzentrale der Heimschule St. Landolin untergebracht. Über eine Fernleitung ist das nahe gelegene Quartier am Ettenbach an das Heizkraftwerk angeschlossen. Im Endausbau werden voraussichtlich rund 130 zum Teil gewerbliche Gebäude mit Wärme versorgt.
Holzbrennstofflieferung
Die Sicherstellung der Brennstoffversorgung erfolgt zum einem über einen langfristig geschlossenen Liefervertrag mit festgelegtem Jahreskontingent mit der Stadt Ettenheim und zum Anderem über Jahresverträge mit unterschiedlichen Partnern aus der Region. Das Holz wird in einem Umkreis von 50 km generiert. Sägenebenprodukte bildet mit 70-75% das Hauptsortiment. Der Rest verteilt sich auf Waldhackschnitzel mit 15-20% und Landschaftspflegeholz mit 5-15%. Der durchschnittliche Wassergehalt beträgt 50%. In der ehemaligen Heizzentrale konnten zwei Hackschnitzelbunker mit einem Volumen von je 200 m³ untergebracht werden. Im Volllastbetrieb werden bei einem durchschnittlichen Heizwert von 650KWh/Sm³ rund 55 Sm³ pro Tag benötigt.
Heizanlage
Die Vorschub-Treppenrostfeuerung der Firma Müller AG hat eine Nennleistung von 1.500 kW. Sie trägt die Grundlast für Heizung und Warmwasser vom Herbst bis zum Frühjahr. Über die Sommermonate wird die Anlage abgeschaltet. Die Betriebsstunden belaufen sich auf über 5.500 h/a. Davon rund 4.500 h im Regelbetrieb und 1.000 h im Gluterhalt. Im Jahr werden somit 3.580 MWh Wärme über den Heizkessel und 570 MWh Wärme über die Kondensationsanlage gewonnen. Jährlich werden durch die Verbrennung mit Holz über 1.000 Tonnen CO2 eingespart. Die Betreuung der Anlage ist professionell organisiert. Wesentliche Daten der Anlage werden digital erfasst. Bei Abweichungen wird eine Störmeldung an die Leitzentrale gesendet. Die Betreuungsstunden reduzieren sich somit auf ca. 50 h pro Jahr.

