Holzenergie
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Holzenergie-Fachverband
Baden-Württemberg e.V.
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70174 Stuttgart
Tel: (07 11) 22 55 80-60
Fax: (07 11) 22 55 80-66
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Europäische Holzenergiestrasse
Leutkirch
Die Stadt Leutkirch im Allgäu
Höhe : 656 m.
Bevölkerung - Einwohnerzahl : 22 600.
Waldfläche : 5000 ha Wald auf dem Gemeindegebiet, davon 860 ha Stadtwald.
Aktivitäten : Sägewerk, Spannplattenwerk und ein Holzhof. Die Stadt Leutkirch im Allgäu verfügt über eine ausgewogene Infrastruktur.
Bevölkerung - Einwohnerzahl : 22 600.
Waldfläche : 5000 ha Wald auf dem Gemeindegebiet, davon 860 ha Stadtwald.
Aktivitäten : Sägewerk, Spannplattenwerk und ein Holzhof. Die Stadt Leutkirch im Allgäu verfügt über eine ausgewogene Infrastruktur.
Beschreibung der Heizzentrale
Die Umweltpolitik der Stadt Leutkirch im Allgäu ist vorbildlich. In einem der Handlungsgrundsätze verpflichtet sich die Stadt, den Ressourcenverbrauch kontinuierlich zu verringern. Zahlreiche Maßnahmen wurden in den vergangenen Jahren umgesetzt. Der Anstoß für die Entwicklung des Projektes "Holzhackschnitzelheizung" entstand in der Diskussion um ein neu geplantes Baugebiet mit ca. 100 Wohneinheiten am südlichen Stadtrand. In der Folge wurde in einer vereinfachten Entwurfsplanung das städtische Schulzentrum mit drei Schulen und einer Sporthalle, zwei Schulen des Landkreises mit ebenfalls einer Sporthalle und ein Wohngebiet mit 30 Wohneinheiten in das Projekt mit einbezogen. Da die Stadt die Anlage nicht finanzieren und betreiben wollte, wurde für das Projekt ein Contractor gewonnen. Verantwortlich für die Planung, den Bau und den Betrieb der Anlage ist die Kraftwärmeanlagen GmbH (KWA) mit Sitz in Bietigheim-Bissingen. In Leutkirch sind derzeit 3 größere Holzhackschnitzelheizungen in Betrieb.
Diese Mischung bedingt eine geringe Krisenanfälligkeit und eine weitgehende Unabhängigkeit vom Strukturwandel.
Holzbrennstofflieferung
Ein Leitgedanke bei der Bereitstellung des Brennmaterials sind kurze Transportwege und regionale Wertschöpfung. Daher wird das Brennmaterial von verschiedenen örtlichen Lieferanten aus dem Umkreis von max. 50 km bereitgestellt. Sägenebenprodukte machen einen Anteil von 80 %, Landschaftspflegeholz von privaten Unternehmen und der Stadtgärtnereien einen Anteil von 20 % aus. Der städtische Bauhof liefert pro Jahr ungefähr 300 m3 gehäckseltes Material aus der Landschaftspflege. Dadurch werden Kompostierungskosten eingespart. Die Lieferverträge werden für die Dauer von 1 bis 2 Jahren abgeschlossen. Die Rostfeuerung erlaubt bei der Verbrennung einen vergleichsweise hohen Wassergehalt von durchschnittlich 50% im Brennmaterial. Die Größe des Erdsilos beträgt 150 m3 und muss im Volllastbetrieb alle 3 bis 4 Tage neu gefüllt werden. Im Jahr 2005 wurde eine Hackschnitzelmenge von ca. 6900 m3 verbraucht.
Kesselbeschreibung
Die Heizzentrale wurde von der KWA auf einem städtischen Grundstück errichtet. Die Anlage besteht aus einem unterirdischen Holzhackschnitzellager und dem Technikgebäude, das in Holzbauweise erstellt wurde. Der Kessel ist ein Fabrikat der Firma Tiba- Müller GmbH mit einer Leistung von 890 kW. Der Treppenrostheizkessel hat einen hydraulischen Einschub und eine automatische Entaschung. Die Asche (40 bis 50 t/a) wird in Big Bags aufgefangen und auf einer Deponie entsorgt. Bei einem Holzverbrauch von 6500 Sm3 pro Jahr werden in etwa 520 000l Heizöl eingespart. Die CO2- Emissionen werden um etwa 1500 t pro Jahr reduziert. Die Abgase werden zuerst durch einen Zyklon-Staubabscheider gereinigt. Daran schließt sich eine Abgaskondensation mit einem Abgaswäscher und einer Entschwadung an. Die Abgaskondensation hat eine Wärmeleistung von bis zu 250 kW.

