Holzenergie
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Holzenergie-Fachverband
Baden-Württemberg e.V.
Baden-Württemberg e.V.
Smaragdweg 6
70174 Stuttgart
Tel: (07 11) 22 55 80-60
Fax: (07 11) 22 55 80-66
E-Mail: info@holzenergie-bw.de
Europäische Holzenergiestrasse
Neuried
Beschreibung des Gebiets
Höhe : 146 m.
Bevölkerung – Einwohnerzahl : 9 200.
Waldfläche : 941 ha auf der Gemarkung (Gemeindefläche).
Beschreibung der Heizzentrale
Hauptinitiator für dieses Projekt war Bürgermeister Gerhard Borchert. Neuried ist in Sachen Erneuerbare Energien eine engagierte Gemeinde. Es verwundert daher nicht, dass gerade Neuried eine der Größten und modernste Pelletheizanlage in Baden-Württemberg in Eigenregie betreibt. Die Anlage mit einer Nennleistung von 230 kW wurde im November 2003 in Betrieb genommen. Beheizt werden der kommunale Kindergarten, ein Altenpflegeheim und Apartments für betreutes Wohnen. Das neu erschlossene Baugebiet ermöglichte eine ideale Planung hinsichtlich der zu versorgenden Gebäude. Das Fernwärmenetz wird im Endausbau lediglich eine Länge von 32 m haben.
Holzbrennstofflieferung
Die Versorgung mit Pellets und deren Qualität verbessert sich kontinuierlich. Dennoch lässt die Gemeinde Neuried die Qualität der Pellets regelmäßig von einem unabhängigen Institut überprüfen. Die Pellets werden je nach Preis und Qualität für jede neue Lieferung beim entsprechenden Anbieter bestellt. Längerfristige Vereinbarungen wurden derzeit noch nicht getroffen. Das Bruttovolumen des Pelletsbunkers beträgt 48 m3 - das entspricht einer Lagerkapazität von ca. 31 t Pellets. Die Entsorgung der Asche wird vom städtischen Bauhof übernommen. Bei einem Ascheanteil von ca. 0,2 % der eingebrachten Pelletmenge sind die Entsorgungskosten hierfür gering.
Anlagenbeschreibung
Der Pelletkessel der Firma Binder aus Österreich hat eine Nennleistung von 230 kW. Die Betriebstunden von ca. 5 520 Stunden verteilen sich auf 230 Tage im Jahr. Im Endausbau wird eine Wärmemenge von 336 000 KWh pro Jahr erzeugt. Ein Pufferspeicher mit 15 000 Liter Inhalt garantiert eine gleichmäßige Wärmeabgabe, ein Teillast-betrieb ist somit problemlos möglich. Die Zuführung der Pellets wird mittels einer Förderschnecke aus dem Pelletbunker erbracht. Über die Schnecke wird der Brennstoff in den Brennraum befördert und dort einer kontrollierten Verbrennung zugeführt. Der Pelletkessel wird durch eine eigene Regeltechnik der Firma Binder gesteuert. Die Anlage ist mit einer Rauchgasentstaubungsanlage ausgestattet. Die Wartung und Betreuung der Anlage übernehmen eingearbeitete Hausmeister. Zu ihren Aufgaben zählt ein Kontrollgang pro Woche von maximal einer Stunde, die zweimal jährliche Wartung und die Entaschung nach der Bunkerbefüllung.

