Holzenergie
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Holzenergie-Fachverband
Baden-Württemberg e.V.
Baden-Württemberg e.V.
Smaragdweg 6
70174 Stuttgart
Tel: (07 11) 22 55 80-60
Fax: (07 11) 22 55 80-66
E-Mail: info@holzenergie-bw.de
Wald
Projekt "Einsatz von Holzasche bei der Waldkalkung"
Das HHKW Ludwigsburg hatte sich bereits an dem HEF Projekt "Einstufung von Rost- und Kesselaschen aus Holzfeuerungsanlagen für die Beurteilung der
möglichen Entsorgungswege" beteiligt.
Waldland Baden-Württemberg - und doch nur knapp die Hälfte genutzt
So zählt Baden-Württemberg mit seinem Waldanteil von 38,1 % der Landesfläche zu den waldreichsten Bundesländern; 30 % des in Deutschland produzierten Schnittholzes stammen allein aus Baden-Württemberg. Sowohl Größe der Waldfläche, als auch der Umfang der wirtschaftlichen Nutzung sind für die Holzenergie von Bedeutung, da sowohl Brennholz, Nebenprodukte der Forst und Waldpflege (z.B. Hackschnitzel), als auch Nebenprodukte aus Sägewerken und holzverarbeitender Industrie (Hackschnitzel, Sägespäne u.a. als Pellets), sowie Gebraucht- bzw. Altholz zur Energiegewinnung genutzt werden können. Holz ist hierbei ein so genannter „ CO2 –neutraler“ Energieträger, da bei der Umwandlung in Wärme nicht mehr CO2 frei wird, als während des Wachstums eingelagert wurde und eh bei der Verrottung des Holzes frei würde.
Aus dem regenerativen Energieträger Holz lässt sich in großem Umfang Wärme, aber auch Strom erzeugen. Mit Nahwärmenetzen in Wohn-, Industrie- und Sanierungsgebieten lasen sich die großen Potentiale erschließen. Der Holzenergie-Fachverband schätzt das langfristige Potential für Strom aus Waldrestholz und Energiepflanzen auf 7 TWh jährlich; bis 2020 könnten davon ca. 4 TWh erschlossen werden.
Mobilisierung von Energieholz

Die Rohstoffversorgung und -sicherheit für Heizungsbetreiber und Planer ist von elementarer Bedeutung. Da das Vorhandensein großer Energieholzpotenziale unstrittig ist geht es vor allem um deren Nutzung. Trotz lohnender Energieholzpreise ist eine konsequente Energieholzbewirtschaftung in Baden-Württemberg bisher nicht erkennbar. Waldbesitzer müssen motiviert und bei der Betriebsumstellung auf konsequente Energieholzbewirtschaftung durch die Landesforstverwaltung unterstützt werden.
Landes-, Kreis- und Kommunale Liegenschaften sollen im Sinne einer Vorbildfunktion viel umfangreicher mit Hackschnitz- und Pelletheizungen ausgestattet werden. Das Land sollte mit gutem Beispiel voranggehen und Holzheizungen in den eigenen Liegenschaften, zur Pflicht machen zumal sie die einzigen wirklich klimaneutralen Heizsysteme darstellen.
Damit langfristig keine Versorgungsengpässe entstehen ist die Holzenergiebereitstellung aus Agroforstsystemen, Kurzumtriebsplantagen (KUP) verstärkt zu fördern. Die Holzernte im Kleinstprivatwald soll durch organisatorische und finanzielle Unterstützung des Landes vorangebracht werden.
Die Planung und Realisierung von Biomasseanlagen steht und fällt mit einer kontinuierlichen Rohstoffversorgung. Für Initiatoren, Planer und Betreiber sind deshalb Informationen über mittel- und langfristig verfügbare Energieholzpotenziale von entscheidender Bedeutung. Bisher existierende Studien gehen von einem technischen Potenzial in einem sehr weiten Spektrum von ca. 1 EFm/ha/a bis über 4 EFm/ha/a an Energieholz in unsern Wäldern aus (z.B. SIGMUND & Frommherz 1999 und 2000, WAGNER & WITTKOPF 2000). Für die Konzeption konkreter Anlagen können hieraus nur schwer operationale Planungsdaten gewonnen werden, zumal kleinräumige Untersuchungen bisher fehlen (Hepperle 2006).
Auch die für die Holzproduktion Verantwortlichen vor Ort (Landkreise) sind mit der Frage nach kontinuierlichen Energieholzmengen oft überfragt bzw. stehen aufgrund der stofflichen Vermarktungsoptionen und der strukturellen Veränderungen im Rahmen der Verwaltungsreform im Zugzwang. Betreiber und Planer sind hier jedoch auf kompetente und offene Ansprechpartner angewiesen.

