Holzenergie
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Holzenergie-Fachverband
Baden-Württemberg e.V.
Baden-Württemberg e.V.
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70174 Stuttgart
Tel: (07 11) 22 55 80-60
Fax: (07 11) 22 55 80-66
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Klima & Umwelt
Vorhandene Strukturen stärken
Um diese vorhandenen Holzenergie-Potentiale in Baden-Württemberg effizienter und weitreichender zu nutzen ist es daher notwendig die in Baden-Württemberg vorhandenen und in Europa stark beachteten Strukturen weiterzuentwickeln und zu ergänzen. Beispielhaft wurden in Baden-Württemberg mit öffentlicher Förderung Nahwärmeverbünde aufgebaut, die auf der Grundlage kreativster privatwirtschaftlicher Strukturen (Contracting) realisiert wurden. Hierfür erhält Baden-Württemberg viel Lob aus den europäischen Nachbarländern.
Mit den Nahwärmeverbünden und deren modernen Holz-Heizungen werden gleich zwei Ziele erreicht.
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Lediglich eine Heizung für mehrere Häuser mit modernster Verbrennungs- und Rauchgastechnik und so Wegfall vieler Einzelheizungen.
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Wegfall der mit den vielen Einzelheizungen verbundenen Emissionsproblematik und dafür Einbezug und Nutzung erneuerbarer Energien in der Wärmegewinnung.
Klimakonto

Die Kommunen die Nahwärmeverbünde mit dem Einsatz von Biomasse konzipieren und umsetzen leisten einen der größten Beiträge zum Klimaschutz in unserem Land. Diese Gemeinden oder auch private Investoren für die Überzeugungsarbeit zu belohnen, muss in einem "Klimakonto" seinen Niederschlag finden. Ein "Klimakonto" oder eine direkte Förderung wären ein wichtiges Mittel um den Durchbruch bei vielen angedachten oder neuen Projekten zu erzielen. Im Bauplanungsrecht müssen für Kommunen Erleichterungen oder Öko-Guthaben schriftlich niedergelegt werden.
Der Klimaschutz ist nicht nur ein welt- oder bundesweites Thema, sondern auch ein Anliegen des Landes und der Gemeinden. Mittlerweile auch in die Gemeindeordnung angenommen ist es nahe liegend, dass Gemeinden die engagiert die Nutzung der Holzenergie vorantreiben dafür auch belohnt werden, z.B. mit einem "Ökokonto".
In der Bauleitplanung werden für den Eingriff in die Landschaft von den Gemeinden Ausgleichsmaßnahmen für den Naturschutz erbracht. Bei Neubaugebieten in denen umfassend oder ausschließlich die Wärme mit Holz erzeugt wird, sollte dies auch als Beitrag für den Klimaschutz bewertet und auf die Ausgleichsmaßnahmen angerechnet werden.
Da die Umsetzung von Nahwärmenetzen hohen persönlichen Einsatz der in den Gemeinden Verantwortlichen erfordert, könnten damit weitere Anreize für alle Kommunen geschaffen werden, ohne dass der Staat Geld ausgeben muss.
Im Rahmen der Bauleitplanung sollten Kommunen, die für Neubaugebiete eine zentrale Nahwärmeversorgung planen, im Genehmigungsverfahren bei der Abwägung dies als positives Bewertungsmerkmal für den Klimaschutz angerechnet bzw. bewertet bekommen.
Gründe:
- Mit der Einrichtung einer zentralen Nahwärmeversorgung mit dem Brennstoff „Holz“ entfallen die Einzelheizungen in dem Gebiet mit ihren klimaschädlichen Immissionen, den Umweltrisiken „Öltank“ und den Sicherheitsrisiken „Gas“. Zudem hat eine zentrale Heizungsanlage einen
besseren technischen Standard als Einzelheizungen. Die schädlichen Immissionen werden am stärksten reduziert oder können ganz vermieden werden.
- Bei Holz ist die Feinstaubreduzierung in großen Anlagen besser zu bewerkstelligen als bei kleinen.
- Bei der Verwendung von Brennstoff „Holz“ haben die Kommunen die Möglichkeit ihren Kommunalwald ökologisch zu nutzen (z. B. Niederwald) und durch die Gewinnung von Energieholz rentabler zu machen.
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Grün- und Heckenschnitt aus öffentlichen Anlagen muss nicht mehr teuer entsorgt werden.
Das Land Baden-Württemberg kann die Gemeinden bei ihren Bemühungen um den Klimaschutz unterstützen, indem es Handlungsempfehlungen für die Bauleitplanung gibt. Die Gemeinden, die sich bei der Bauleitplanung bereits aktiv für den Klimaschutz einsetzen sollten auf die bereits jetzt bestehenden Möglichkeiten im Abwägungsprozess des Genehmigungsverfahrens hingewiesen und von den Genehmigungsbehörden aktiv begleitet werden.
Außerdem ist eine neue gesetzliche Regelung wie die Schaffung eines „Klimakontos“ oder Erweiterung des „Ökokontos“ sinnvoll.

