Holzenergie
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Holzenergie-Fachverband
Baden-Württemberg e.V.
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Technik
Holz ist wohl sicher der Brennstoff in der Geschichte der Menschheit mit der längsten Tradition. Doch war die Nutzung von Holz in früheren Zeiten eher beschwerlich und nicht sehr bequem. Zusätzlich wurde der Energieträger Holz zunehmend von fossilen Brennstoffen verdrängt oder es wurde beispielsweise mit strombetriebenen Elektroöfen geheizt.
Nicht nur durch die in den vergangenen Jahren immer weiter ansteigenden Preise für fossile Brennstoffe oder Strom und durch das zunehmende Umweltbewusstsein gerät die Nutzung von Holz zur Energie- bzw. Wärmegewinnung nun seit Jahren verstärkt wieder in das Interesse der Öffentlichkeit. Ein Trend der sich fortsetzt.
Generell können Anlagen unterschieden werden in denen wahlweise Pellets, Hackschnitzel oder Holzscheite zur Wärmegewinnung verbrannt werden.
Jeder der unterschiedlichen Holzheizungs-Typen hat hierbei seine eigenen Vorteile und Einsatzgebiete:
Scheitholz
In Scheitholz-Anlagen ist je nach Größe des Holzkessels die Verbrennung von Stückhölzern bis 50 cm oder sogar die Verbrennung von Meterscheiten möglich.
Moderne Anlagen zeichnen sich hierbei durch ihre lange Brenndauer aus.
Scheitholz Anlagen sind vor allem für den Einsatz in Ein-/Mehrfamilienhäusern, insbesondere im Wohnbereich geeignet.
Pellets
Mit Pellets können sowohl Einzelfeuerstätten (Pelletöfen oder Heizeinsätze), als auch Zentralheizungen betrieben werden.
Bei Einzelstätten wird dabei der Vorratsbehälter des Ofens von Hand befüllt, während der Transport vom Vorratsbehälter in den Ofen über eine Förderschnecke erfolgt.
Durch die sichtbaren Flammen im Zusammenspiel mit der erzeugten Wärme schaffen die mit Pellets beheizten Einzelstätten eine behagliche Wohlfühlatmosphäre im Wohnbereich.
Pellets-Zentralheizungen hingegen eignen sich für die ganzjährige Beheizung von Wohngebäuden oder kleineren kommunalen Gebäuden. Sie setzen sich aus einem Lager, dem Austragungssystem und dem Pelletkessel zusammen.
Zentralheizungen können dabei halbautomatisch oder vollautomatisch betrieben werden.
Bei einer halbautomatischen Anlage wird der Vorratsbehälter per Hand aufgefüllt, während bei einer vollautomatischen Anlage eine Förderschnecke die Pellets aus dem Tank in die Anlage transportiert. Geachtet werden muss bei Zentralheizung auf einen ausreichend großen Tank, sodass die Befüllung – auch wenn diese vergleichbar bequem wie das Auffüllen eines Öltanks ist – möglichst nur einmal im Jahr erfolgen muss. Beachtet werden sollte auch, dass die Heizflächen regelmäßig gereinigt und die bei der Verbrennung entstehende Asche gelegentlich entsorgt werden muss.
Hackschnitzel
Im Gegensatz zu Scheitholz- oder Pellet-Anlagen eignen sich Hackschnitzelfeuerungen in erster Linie für größere Wärmeabnehmer, da durch die Beschaffenheit der Hackschnitzel ein erheblich höherer Platzbedarf für die Lagerung entsteht als dies beispielsweise bei Pellet-Heizungen der Fall ist.
Bei Hackschnitzelanlagen handelt es sich um automatisch beschickte Systeme, das heißt dass die Hackschnitzel mittels einer Schnecke oder einer hydraulischen Schubvorrichtung in den ausschamottierten Brennraum befördert werden. Je nach Art der Beschickung werden hier Einschub-, Unterschub – und Rostfeuerungen unterschieden.
Bei der Unterschubfeuerung schiebt die Schnecke das Brennmaterial in die Feuermulde in welcher die Entgasung und die Oxidation der Holzkohle erfolgen. Der Ausbrand des Materials erfolgt dann in der darüber liegenden Brennkammer. Bei der Vorschubrostfeuerung hingegen wird der Brennstoff auf einen bewegten Rost geschoben, woraufhin Trocknung und Vergasung erfolgen. Am Ende des Rostes wird dann die Holzkohle verbrannt.
Die bei der Verbrennung entstehende Asche wird dann ebenfalls über eine Schnecke automatische aus der Anlage ausgetragen.
Kombinierte Anlagen
Neben Scheitholz -, Pellet- und Hackschnitzelheizanlagen gibt es außerdem noch verschiedene Anlagen auf dem Markt, welche eine Kombinationslösung aus verschiedenen Brennstoffen erlauben, so gibt es Scheitholzkessel in denen ebenso Pellets verbrannt werden können, oder Scheitholzanlagen die auch mit Hackschnitzeln befeuert werden können.
Filtertechnik
Staubemissionen durch den Rauchgasstrom kann gegebenenfalls durch die passende Reinigungstechnik, z.B. Fliehkraftabscheider oder Gewebe- und Elektrofilter entgegengewirkt werden, so dass die Nutzung der Holzenergie nicht nur Kosten sparend und effizient, sondern auch emissionsarm und umweltschonend erfolgt.

